Wenn ein Feiertag auf einen Freitag oder Montag fällt ist Jubel angesagt. Doch halt! Der Gedanke, dass zwei Tage lang alle Geschäfte geschlossen bleiben, kann auch für Stress im Kopf sorgen. Denn zumindest für ein paar Tage MUSS der Essensplan jetzt stehen. Auch wenn die Wochenplanung sonst eher vernachlässigt wird.

Ob man nun erwartet oder unerwartet den Großteil der Mahlzeiten am langen Wochenende zu Hause isst: es muss vorgesorgt sein.

Deshalb gibt es hier einige Tipps von mir, was du in deiner Vorratsplanung unbedingt berücksichtigen solltest, wenn du einige Tage nicht einkaufen gehst.

 

Wieviel Gemüse für ein verlängertes Wochenende?

Generell rechnet man im Idealfall 200 bis 250 Gramm Gemüse pro Person pro warmer Mahlzeit. Ob ein Gericht gleich für mehrere Tage vorgekocht wird oder ob die Gemüsemenge für mehrere Rezepte berechnet wird spielt dabei keine Rolle.

Für rein vegetarische Gerichte kann es auch mal mehr sein. Für die zweite Mahlzeit des Tages werden (für Rohkostsalate, Suppen…) werden am besten bis zu ca. 150 Gramm Gemüse pro Erwachsenem gerechnet.

Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei kleinen Kindern wären das beispielsweise rund zwei Kilogramm Gemüse für vier Tage. Für die warme Hauptmahlzeit. Für die zweite Mahlzeit kommt dann noch einmal ca. ein Kilo dazu.

 

Welches Gemüse im Winter?

Zu Jahresbeginn steht zum Beispiel ein breites Angebot an Wurzelgemüse wie Karotten (Möhren), Pastinaken oder Petersilienwurzel sowie Knollensellerie, Kohlsprossen, Kürbis und Porree (Lauch) zur Verfügung. Kohl und Kraut ebenso, allerdings hält sich die Begeisterung bei unserem kleinsten Familienmitglied (noch) in Grenzen, wenn diese beiden Gemüsesorten aufgetischt werden. Über meinen Umgang mit der „heiklen Phase“ habe ich übrigens hier bereits ausführlich geschrieben.

 

Viele dieser Gemüsesorten können wunderbar in Eintöpfen, Suppen und Nudel-Saucen kombiniert werden. Einige eignen sich hervorragend für Risotti und andere Getreidegerichte. Und besonders das Wurzelgemüse sowie ein Hokkaido-Kürbis machen sich gut im Backrohr. Kartoffeln – mit Hüttenkäse getoppt – dazu (und diese eventuell noch mit geriebenem Käse überbacken) und die Mahlzeit ist perfekt.

 

Rote Rüben (Rote Beete) habe ich in der kalten Jahreszeit immer geschält, gekocht und vakuum-verpackt (fertig so gekauft) im Kühlschrank. Denn man darf es sich auch leicht machen. Ich verwende sie sehr gerne für einen Rohkost-Salat mit Karotten (Möhren) und Apfel oder Birne. Dazu gibt es dann zum Abendessen zum Beispiel einen Camembert aus dem Ofen mit einem guten Brot zum Dippen. Für die Kleinen können es auch Karotten in Stiften und Apfelspalten separat sein. Hier habe ich übrigens Ideen für kindgerechte Familiengerichte zusammengefasst: 9 Ideen für einen Wochenplan für heikle Esser

 

Und im Tiefkühler sind Erbsen, Fisolen, Brokkoli und Blattspinat immer vorrätig. Kürzlich habe ich sogar tiefgekühlte vorgeschnittene Champignons gefunden. Nachdem hier nicht mehr Verpackung anfällt als bei unbearbeiteten Champignons im Ganzen ist die vorgeschnittene Variante finde ich eine wunderbare Möglichkeit, sehr viel Zeit zu sparen.

 

Getreide und Co für deinen Vorrat

Kartoffeln dürfen auf keinen Fall fehlen. Sie binden Suppen, passen in jeden Eintopf und sind eine wunderbare Beilage, zum Beispiel zu Fisch. Mit Mehl lässt sich zum Beispiel ein Flammkuchen- oder Pizzateig sowie eine Quiche Lorraine zubereiten. Risotto- bzw. Dinkelreis und (Vollkorn-)Nudeln dürfen natürlich auch nicht fehlen. Für asiatische Gerichte eignen sich unter Anderem Langkornreis, Basmatireis und Mie-Nudeln.

 

Eiweißquellen auf Vorrat einkaufen

Als Eiweißquelle auf dem Teller dient die benötigte Anzahl an Fischfilets im Tiefkühlschrank (z.B. Lachs und Kabeljau). Außerdem kann Fleisch portioniert eingefroren werden. Das können Hühnerfilets sein oder Rinderfaschiertes/ Hackfleisch. Bei letzterem sollte darauf geachtet werden, dass es vor dem Einfrieren frisch faschiert wurde. Zu Hause am besten noch recht flach drücken, damit es schnell durchfriert. Und auch das Auftauen geht dadurch schneller.

 

Für vegetarische Gerichte sollten immer Hülsenfrüchte zu Hause sein. Also Bohnen, Linsen, Kichererbsen… ganz nach Geschmack. Trocken können das zum Beispiel rote Linsen sein. Die sind sehr schnell zubereitet. Und besonders unkompliziert – gerade bei Bohnen – sind jene aus der Dose oder dem Glas.

 

Auch Eier sollten immer vorrätig sein. Sie kommen beim Quiche-Teig oder einem Omelett zum Einsatz. Außerdem sind sie bei einigen asiatischen Gerichten eine beliebte Zutat. Zum Beispiel beim asiatischen Reisgericht („Nasi Goreng“) in meinem 3-Wochen-Plan.

 

Immer vorrätig

Das Kochen aus dem Vorrat setzt natürlich einen vollständigen Bestand an Grundzutaten voraus. Dazu zählen bei mir unter Anderem Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Bratöl, Tomaten in Dosen, Sauerrahm, Crème Fraiche, Käse (im Stück oder gerieben), Milch, Getreideflocken und Suppenwürze.

 

Für das Frühstück oder für zwischendurch gehört noch saisonales Obst wie Äpfel und Birnen auf die Liste. Und gerade im Winter zusätzlich Exoten wie Orangen und Mango (die übrigens auch eine wunderbare Vitamin-C-Quelle ist – mehr dazu hier: Vitamin-C-Boost im Winter).

 

Achso und Zitronen gehören bei mir auch zur „Standard-Ausrüstung“. Ich liebe alles Zitronige und ich mariniere unheimlich gerne mit Zitrone. Ich verwende sie also für Salate, Fisch, Tee und zum Abrunden vieler Eintöpfe und Saucen.

 

Eine Vorratsliste ist natürlich immer sehr individuell und hängt von vielen Faktoren wie Vorlieben und Verträglichkeit ab. Was ist denn diese eine Zutat, die in deinem Vorrat nie fehlen darf? 

 

Noch in der ersten Januar-Woche teile ich in der Community übrigens meinen Mahlzeitenplan für das erste lange Wochenende des Jahres zu den Heiligen drei Königen. Wenn du also meine regelmäßigen Emails noch nicht bekommst, kannst du das jetzt gleich im Formular unterhalb ändern. Falls du den Plan bereits verpasst hast: macht nichts! Dich erwarten laufend Tipps, Anregungen und immer wieder auch exklusive Inhalte. Ich freu mich auf dich: