Seitdem wir diesen neuen Alltag mit Ausgangsbeschränkungen leben kaufe ich noch seltener ein, ich plane Mahlzeiten noch weiter voraus und ich koche weitaus mehr aus dem Vorrat als ich es ohnehin gewöhnt war. Damit bin ich wahrscheinlich nicht die Einzige…

Was mich seit unserer Corona-bedingten „neuen Normalität“ allerdings immer wieder vor Herausforderungen stellt? Das Koordinieren der Lieferungen von frischem Obst und Gemüse. So häufen sich bei fortlaufenden Bestellungen von Mix-Boxen die Bananen, während die Radieschen immer viel zu schnell aufgegessen sind. Ein absolutes Luxusproblem, ich weiß.

Teil 1 meiner Serie zum Thema Reste-Verwertung („less waste great taste“) widme ich also den Bananen.

Die drei Rezepte, die ich hier teile gehören zu unseren absoluten Familien-Favoriten. Probiere sie selbst aus und lass mich wissen, wie es geschmeckt hat 🙂

 

1. Banana Pancakes: für mich das beste Sonntagsfrühstück

Dieses vollwertige Rezept kommt ohne Mehl aus und schmeckt mir und meinen Lieben sogar besser als jedes klassische Pfannkuchen-Rezept. Diese Pancakes sind so einfach zubereitet und sie schmecken einfach himmlisch.

 

Für 12 Pancakes brauchst du:

  • 3 Bananen
  • 3 Eier
  • 60 Gramm Haferflocken
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • optional: etwas gemahlene Vanille

 

Zubereitung:

  1. Mixe alle Zutaten in einem Standmixer bis du eine cremige Masse hast.
  2. Lass den Teig zehn bis zwanzig Minuten rasten.
  3. Erhitze eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Hitze.
  4. Brate die Pfannkuchen ohne Fett bis sie auf beiden Seiten eine schöne Farbe angenommen haben.
  5. Stelle die fertigen Pancakes warm, bis alle fertig sind.

 

Wir essen die Pancakes am liebsten mit etwas griechischem Joghurt und frischen Früchten. 

Für alle, die es süßer mögen, empfehle ich Kokosblütensirup. Der Klassiker wäre Ahornsirup. Aber auch Honig ist eine passende Alternative.

 

2. Zuckerfrei, gesund und lecker? Das kann dieses selbstgemachte Eis!

Gesund und Eis passt nicht zusammen? Denkste. Mach dich und deine Familie glücklich mit diesem einfachen Rezept für Bananen-Eis. Nüsse und Schokoladen-Sauce geben dem Ganzen den besonderen Kick, wenn du möchtest.

Alles was du neben den Zutaten brauchst ist ein leistungsstarker Mixer, einen gefrierfesten flachen Behälter (1 Liter) und ein Tiefkühlfach bzw. einen Gefrierschrank.

 

Für 1 Liter Eiscreme brauchst du folgende Grundzutaten:

  • 5-6 Bananen
  • 6 EL Nussmus (Mandel, Erdnuss…)
  • 100 ml Pflanzenmilch (z.B. Hafer-, Mandel- oder Dinkel-Drink)

 

Zubereitung: 

  1. Zuerst werden die Bananen geschält, in Stücke geschnitten und mindestens 6 Stunden, am besten aber über Nacht, tiefgefroren.
  2. Dann werden die tiefgekühlten Bananen zusammen mit dem Nussmus und der Hälfte der Pflanzenmilch in einem leistungsstarken Standmixer zu einer cremigen Masse gemixt. Bei Bedarf noch etwas mehr Pflanzenmilch hinzufügen.
  3. Die Creme wird nun in einen gefriergeeigneten flachen Behälter (1 L) gefüllt.
  4. Wer möchte kann vorher noch 50 g gehackte Nüsse (z.B. Walnüsse oder Pekans) in die Masse rühren oder über die Creme streuen, sobald diese im Gefrierbehälter ist.
  5. Die Creme kommt jetzt in den Tiefkühlschrank bis das Eis gegessen wird.
  6. Wenn du dem Eis noch einen besondern „Kick“ verpassen willst, kannst du 50 g Schokolade mit 1 EL Butter und 1 TL Walnussöl im Wasserbad schmelzen und die Schokoladensauce mit dem Eis servieren.

 

3. Banana Bread – mein zweitbester Import aus Irland

Ein Rezept für Bananenbrot muss fast sein, stimmt’s? Dieses klassische Banana Bread-Rezept ist mein zweitbester Import aus Irland. 🙂 Und obwohl ich den Zucker für mein Rezept um mehr als die Hälfte reduziert und das Weißmehl durch Vollkorn-Mehl ersetzt habe, steht es dem Original geschmacklich um nichts nach. Im Gegenteil! Dieses Bananenbrot ist ein toller Kompromiss zwischen klassischem Kuchen und „Superfood“.

 

Du brauchst für eine kleine Kastenform (ca. 20 x 11 cm, ergibt 12 Stück):

  • 4 Bananen, geschält und zerdrückt
  • 225 Gramm Dinkel-Vollkorn-Mehl
  • 1 gehäufter Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Vanille, gemahlen (optional, Zimt passt auch wunderbar!)
  • 1 Ei, verquirlt
  • 75 ml Rapsöl
  • 60 Gramm (6 Esslöffel) Kokosblütenzucker
  • 60 Gramm Pekan- und oder Walnüsse, grob gehackt

 

Zubereitung:

  1. Vermische Mehl, Backpulver, Vanille, Salz und Zucker in einer Schüssel.
  2. Füge Ei und Rapsöl hinzu und verrühre alles vorsichtig mit der Hand (mit Löffel, nicht mit Mixer).
  3. Zerdrückte Bananen und gehackte Nüsse unterrühren.
  4. In eine mit Rapsöl gefettete kleine Kastenform füllen.
  5. Im vorgeheizten Backrohr bei 180°C ca. 50 Minuten backen.
  6. 10 Minuten in der Backform stehen lassen.
  7. Aus der Form lösen und noch ein wenig auskühlen lassen.
  8. Das Bananenbrot schmeckt sowohl warm als auch kalt wunderbar.

 

Was immer geht: Smoothie mit dem extra Vitamin-Kick

Und wenn du gerade keine Zeit hast, deine reifen Bananen zu verarbeiten? Einfach schälen, in Stücke schneiden und luftdicht verpackt einfrieren. So sind sie allzeit bereit für einen Einsatz im Mixer und bringen natürliche Süße und extra Cremigkeit in jeden Smoothie (oder ein frisches Bananen-Eis). Mit einer Handvoll Beeren oder Mango oder… pro Glas verleihst du dem Smoothie einen extra Vitamin-Kick.

 

Du hast auch ein bewährtes Rezept mit Bananen? Lass deinen Tipp in den Kommentaren da 🙂